Die Photoszene-Residency Artist meets Archive!

Deutschlands ältestes und größtes Fotofestival findet im September 2018 und Mai 2019 erneut parallel zur photokina - Weltleitmesse für Foto, Video und Imaging statt. Neben den zahlreichen Fotografieausstellungen im gesamten Stadtgebiet wird das Photoszene-Festival um ein hochkarätiges Projekt ergänzt, das in Kooperation mit dem Kölnischen Stadtmuseum, dem MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, dem Museum Ludwig, dem Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Rheinischen Bildarchiv und der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur entsteht: die Photoszene-Residency Artist meets Archive!

Die Photoszene freut sich, die eingeladenen Künstler bereits jetzt bekannt geben zu können:

Erik Kessels (NL) +++ Ola Kolehmainen (FIN) +++ Ronit Porat (ISR) +++ Fiona Tan (NL/IND) +++ Roselyne Titaud (F) +++ Antje Van Wichelen (BE)

Photoszene-Residency: Artist meets Archive

Köln ist international bekannt für seine hochkarätigen Fotografiebestände. In den Museen und Sammlungen der Stadt bildet sich Fotografiegeschichte ab. Sie geben einen einzigartigen Überblick über die Diversität und Verbreitung des Mediums in Kunst, Geschichte und Gewerbe. Die sechs international agierenden Künstler sind im September während des Photoszene-Festivals 2018 in die Sammlungen und Archive des Kölnischen Stadtmuseums, des MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, des Museum Ludwig, des Rautenstrauch-Joest-Museum, des Rheinischen Bildarchivs und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultureingeladen, um aus ihren Recherchen eine eigene künstlerische Arbeit oder Intervention zu entwickeln, die sie im Mai 2019 während des nächsten Photoszene-Festivals in den jeweiligen Häusern präsentieren werden.

„Das Projekt der Photoszene-Residency Artist meets Archive dient dazu, das große Potenzial Kölns im Bereich der Fotografie für ein Publikum sichtbar und erlebbar zu machen und möchte im gleichen Atemzug die aktuelle, internationale Fotografie und den zeitgenössischen Diskurs fördern und in Köln verankern. Die Stadt Köln besitzt unvergleichliche Schätze zur Fotografie in ihren und den beteiligten privaten Sammlungen, die zeitgenössischen künstlerischen Blicke darauf bringen den Schatz zum Strahlen.“ (Zitat der Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach)

Die Künstler/innen und die Sammlungen

Die israelische Künstlerin Ronit Porat (*1975) setzt sich in ihrer Arbeit mit der Frage auseinander, wie Archive Geschichte entstehen lassen und verwebt Archivmaterial bisweilen mit biografischen Texten. Aktuell wird sie mit dem renommierten Lauren und Mitchell Presser Photography Award für junge israelische Künstler und einer Ausstellung im Tel Aviv Museum of Art geehrt. Sie wird in die fotografische Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums eintauchen.

Der niederländische Künstler, Designer, Verleger und Kurator Erik Kessels (*1966) ist international für seine humorvolle, kluge und pointierte Auseinandersetzung mit Fotografie und Found Footage bekannt. Er spürt unsichtbare und unentdeckte Muster in den zahllosen Fotomappen der meist privaten Bildarchive auf und betreibt damit eine Art visuelle Archäologie. Er wird sich einer bislang völlig unveröffentlichten Vorlagensammlung des MAKK – Museums für Angewandte Kunst Köln widmen.

Die in Amsterdam lebende Künstlerin Fiona Tan (*1966) beschäftigt sich in ihrem Werk mit der Darstellung von Erinnerung, Zeit und Geschichte, der Konstruktion von Fremden und Vertrautem. Sie wird sich mit einem bislang unbearbeiteten Fotoarchiv im Museum Ludwig befassen.

Die belgische Künstlerin Antje Van Wichelen speist Fotografien aus kolonialen Bildarchiven in ihre filmischen Arbeiten und bringt sie in neue Narrative. Ihre Intervention wird sich auf die Fotosammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums beziehen.

Den finnischen Künstler Ola Kolehmainen (*1964) interessiert die Fotografie in ihrer Dualität als haptisches Objekt und Informationsträger für abgebildete Architektur. Er setzt sich im Rheinischen Bildarchiv mit ausgesuchten historischen Glasnegativen auseinander.

Die französische Künstlerin Roselyne Titaud (*1977) wird in den Archiven der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur recherchieren. Die sachlich dokumentarische Fotografie ist für die Künstlerin ein wesentlicher Bezugspunkt. In den von ihr seit den 2000er-Jahren erarbeiteten Serien blickt sie vor allem auf Interieurs, Stillleben, Objekte und vorgefundene Arrangements, die vielfach Natur und davon inspirierte Vorstellungsbilder reflektieren. In Roselyne Titauds Arbeit spiegeln sich alltägliches Repertoire und individuelle Archivalien, Zeitbezug und ein großes Gespür für Bedeutungszusammenhänge.

Das Rahmenprogramm des Photoszene-Festivals im Herbst 2018 wird die Sammlungs- und Archivbesuche der Künstler durch Diskussionen und Gespräche mit den jeweiligen Sammlungsleitern und Kuratoren begleiten.

Weitere Informationen zu den Künstlern des Photoszene-Residency Programms Artist Meets Archive auf: www.photoszene.de.

 

© Fiona Tan:

Vox Populi, Tokyo, photographic installation, 2007

courtesy the artist and Frith Street Gallery, London

photo: Wako Works of Art, Tokyo


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