Die zentralen, noch laufenden Ausstellungen des kuratorischen Konzeptes (Laufzeiten individuell, zumeist bis August/September 2018)

[ENTER], [HOME], [CONTROL] und [SPACE] – ein Klick auf einen Befehl in der Tastatur – und maßgebliche Entscheidungen gehen ihren Weg, helfen die Welt zu verändern – oder befüllen sie einfach nur mit weiterem Datenmüll. Die klassischen Computerbefehle sind längst alltägliche Praxis und täuschen uns simple, effiziente Steueroptionen vor, wenn es darum geht, Informationen zu versenden und zu verarbeiten – und Wirklichkeit mitzugestalten, ob nun online oder offline, ob virtuell oder materiell.

Denn die fortschreitende Digitalisierung suggeriert uns zunehmend, die heutige Welt wäre einfach und daher per einfachem Tastendruck beherrschbar. In Wahrheit ist aber das Gegenteil der Fall. Jenseits von Tasten, Befehlen und Screens verkompliziert sich die Welt gerade extrem, die Entfremdung zwischen Individuum und ihr nimmt im Zeichen expandierender Krisen und Krisenherde extrem zu. Als Umbruchssituation oder auch Breaking Point – so definiert daher die jetzige Triennale der Photographie die aktuelle Wirklichkeitserfahrung – und damit ihr Konzept, diese durch den Blickwinkel der Fotografie wahrzunehmen und zu reflektieren.

Wie aber steht die Fotografie zu dieser Form von verzerrter, manipulierter, ja gefährdeter Lebenswirklichkeit? Wie spiegelt die aktuelle fotografische Bildproduktion die Situation wider, ist sie ihr 1:1 ausgeliefert, blendet sie sie aus oder liefert sie sogar Lösungsansätze?

Im ironischen Gebrauch der Computerbefehle, des digitalen Steuerbords als Schalthebel zur Wirklichkeit setzt das Konzept der diesjährigen Triennale der Photographie an. Sie greift Symbolik und Optik der Tastatur auf – und legt gleichzeitig offen, welche Differenz zwischen den bestehenden Begriffen und Kategorien, um auf die Welt zuzugreifen, und den realen Machtverhältnissen liegt – und vor allem welche Rolle dabei die aktuelle Fotografie als Filter und Katalysator spielt.

[CONTROL]
Über Politik, Wirtschaft und Macht. Mit Werken von Adam Broomberg & Oliver Chanarin, Sophie Calle, Edmund Clark & Crofton Black, Thomas Demand, Bogomir Ecker, Harun Farocki, Jenny Holzer, Sven Johne, Annette Kelm, Mårten Lange, Richard Mosse, Trevor Paglen, Peter Piller, Barbara Probst, Thomas Ruff. Kuratiert von Petra Roettig & Stephanie Bunk. Noch bis 26. August 2018 in der Hamburger Kunsthalle. www.hamburger-kunsthalle.de

[DELETE]
Über Auswahl und Zensur im Bildjournalismus. Mit Werken von Thomas Hoepker, Ryūichi Hirokawa, Günter Hildenhagen und Hanns-Jörg Anders, Sirah Foighel Brutmann und Eitan Efrat. Kuratiert von Esther Ruelfs & Sven Schumacher. Noch bis 25. November 2018 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. www.mkg-hamburg.de

[HOME]
Über Zugehörigkeit, Sicherheit, Migration und Nomadentum. Mit Werken von Andrea Diefenbach, Jorge Taboada, Gineke de Rooij und Joseph Maher. Kuratiert von Stefan Rahner & Nico Baumgarten. Noch bis 26. August 2018 im öffentlichen Raum in Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum. www.altonaermuseum.de

[RETURN]
Über Wurzeln, Erbe und das Lernen von der Vergangenheit - Breaking Point 1918. Kuratiert von Sebastian Lux, Lothar Altringer, Jens Bove und Adelheid Komenda. Noch bis 13. August 2018 im Altonaer Museum. www.altonaermuseum.de

[SHIFT]
Über persönliche Veränderung, Paradigmenwechsel und Abwechslung. Mit Calla Henkel und Max Pitegoff. Kuratiert von Bettina Steinbrügge & Tobias Peper. Noch bis 9. September 2018 im Kunstverein in Hamburg. www.kunstverein.de

[SPACE]
Über Urbanismus, Entfremdung, Anonymität und Straßenleben. Mit Werken von Diane Arbus, Robert Frank, Lee Friedlander, William Klein und Martin Parr und jungen internationalen Positionen wie Maciej Dakowicz, Mohamed Bourouissa, Ahn Jun, Doug Rickard und Harri Pälviranta. Kuratiert von Sabine Schnakenberg. Noch bis 21. Oktober 2018 im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg. www.deichtorhallen.de

[ANTON CORBIJN] The Living And The Dead. Noch bis zum 6. Januar 2019 im Bucerius Kunst Forum. www.buceriuskunstforum.de

[SHIRANA SHAHBAZI] Objects in Mirror Are Closer than They Appear. Noch bis zum 26. August 2018 im Kunsthaus Hamburg. www.kunsthaushamburg.de

Weitere Informationen finden Sie auf www.phototriennale.de/


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